BMW F900 R der Roadstereffekt….

IMG_3826Intro BMW F900R Testride

Roadster ein Motorradgenere das mir schon immer sehr viel Freude bereitet hat. Meist wie ein Scrambler auch nicht ganz so hoch und in der Regel sehr agil, dienen sie vorwiegend dem reinen Fahrspaß und weniger dem langen Reisekomfort. BMW hat sich nun seiner F-Klasse angenommen und mit der neuen F900R versucht auch den letzt genannten Punkt in das Prinzip R zu integrieren. Nach mehreren Entwicklungsjahren hat man so die eigene Mittelklasse in eine neue Evolutionsstufe gehoben. Dabei glänzt die neue F900R mit einer sportlicheren Optik und einem größeren Einsatzsprektrum obwohl sie das bleibt was sie ist, ein echter Roadster.

BMW F 900 R

Die F900R ist nach der mehr tourenorientierten XR die zweite Maschine mit dem neuen aufgebohrten Reihentwin der kleinen GS an Board. Auch hier werden 105PS (auch eine auf 95PS reduzierte Variante für die Drosselung auf 48PS ist lieferbar) Leistung bei 8500 Umdrehungen generiert, sowie 92Nm Drehmoment der ab 6500 Umdrehungen anliegt. Das sorgt dafür das der Twin sauber am Gashahn hängt und einen vortrefflichen Vortrieb in dieser Klasse entwickelt. Ein Vortrieb der trotz Hubzapfenversatz schön gleichförmig aus dem niedrigen wie auch dem mittleren Drehzahlenbereich kommt und alles kontrollierbar macht, was unter einem geschieht. Kaum aufgestiegen fällt einem die sportlich und nach vorne orientierte Sitzposition auf, die verbunden mit einem sauberen Knieschluss am Tank und einem entspannten Kniewinkel ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Einzig der Lenker könnte meiner Meinung nach breiter sein. Das aber weiß BMW bereits und bietet daher für das Modell schon den passenden höheren und breiteren Lenker im Zubehör an.

Beim Start der Testrunde in Almeria, wird dann auf jeden Fall sehr schnell klar das BMW das Thema Komfort ganz neu definiert hat. Optionale Griffheizung, optional elektronisch einstellbares ESA hinten, diverse Sitzkissen mit Höhen von 770 bis 865mm Höhe, einstellbare Handhebel links und rechts, optionaler LED- Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, ABS, ASC (einfache Antischlupfreglung) und zwei Ridingmodes beim Basismodell. Die können bei Bedarf auch bei der R noch verschärft werden und wie bei der XR-Schwester kommt dann anstatt dem einfachen ASC das DTC (dynamische Traktionskontrolle) , statt ABS das ABS-Pro (Kurven ABS), die dynamische Bremskontrolle DBC, die Drehmomentkontrolle MSR und die beiden Fahrmodis Dynamic und Dynamic Pro mit dazu. Das Rundumpacket verändert dann natürlich auch den Preis der Maschine deutlich, der in Deutschland standardmäßig bei rund 8.800 Euro startet und mit allen vier Paketen plus diversen Anbauteilen bei 12.100 Euro landet. Die Freude am Fahren sowie 3 Jahre Garantie sind auf jeden Fall von Beginn an kostenlos mit dabei, denn nach der Stadt und der Autobahn geht es in die Berge und hier zeigt der kleine Roadster so richtig was er kann. Selbst mit dem schmalen Lenker ist er handlich und flink wie das sprichwörtliche Wiesel. Das Fahrwerk ist straff und die nicht einstellbare USD-Gabel schluckt Fugen, Dellen und Querrillen der schmalen Straßen einfach weg. Am Hinterrad ist es ähnlich, wobei der Fahrer hier durch das ESA Federbein selbst noch bestimmen kann wie hart, oder weich es sein soll. Hart oder weich ist dabei wiederum ein gutes Stichwort, denn während der Motor im Rainmode ungestresst am Gas hängt, zeigt er im Road und Dynamic Modus ein ganz anderes Gesicht. Seine Spritzigkeit überzeugt und eins um andere Mal wird das Lächeln unterm Helm zum frechen Grinsen.

On the Road

Grinsen tut man dabei im Übrigen auch beim Verbrauch denn 4,2-4,4 Liter auf 100 km tuen dem Geldbeutel gut und lassen einen mit 13 Litern Tankvolumen ordentlich roadstern. Das 6,5 Zoll TFT Farbdisplay vorm Fahrer zeigt zudem alle weiteren wichtigen Lebenszeichen der Maschine an, ist intuitiv über die Schalter an den Lenkerenden zu bedienen und natürlich auch mit der BMW Connected App zu verbinden. Navigieren mit Handy wird so zum Kinderspiel, ebenso wie das Tracken und Speichern der eigenen Daten und natürlich auch das komplette Kommunizieren darüber, wenn man das möchte. Die Kommunikation unserer Testrunde reduzierte sich heute allerdings auf interessante Gespräche untereinander, das Wesentliche rund um das Bike, die Landschaft und den obligatorischen Cortado, bevor die Route weiter ansteigt. Enge und zumeist kurvige Straßen mit Felswänden gespickt und eine Landschaft, die dir den Atem raubt, das ist Almerias Hinterland und ein Paradies für jeden Motorradfahrer. Die Sonne lacht mittlerweile dabei und die wilden Mandelbäume stehen bereits in ihrer Blütenpracht als wir an diesem Januartag vorbeibollern. Ja Euro 5 darf noch immer klingen, auch wenn die absorbierenden Resonanzkörper unter den Maschinen leider immer unförmiger und grösser werden. Doch wird das hier sowieso zweitrangig, denn das Fahrgefühl überwiegt und dank des Quickshifters spart man sich das Ziehen des Kupplungshebels und zieht bzw. drückt die Gänge einfach so durch. Die sauber zu schaltende Sechsgangbox des Motors und die Blipperfunktion des Schaltassistenden machen es möglich und erhöhen die Konzentration auf die wild schwingende 3D Straße unter mir.

Während die die XR-Schwester auf den Michelin Road 5 GT daher rollt, hat man der R eine Bridgestone Variante mit dem S21 verpasst. Der Passt sehr gut zu ihr, auch wenn wir natürlich aufgrund der Wetterverhältnisse und dem Fahren auf der öffentlichen Straße keine absoluten Grenzbereiche ausgetestet haben. Auf jeden Fall kann sich die neue F900R sehen lassen denn sowohl in der Rot/Weißen Lackierung, wie auch in den beiden anderen Farbkombinationen macht sie eine gute Figur und passt sich mit ihrer Front in die BMW Familie der Roadster perfekt ein. 211kg gilt es am Ende zu bewegen, aber immer mit einem sicheren Gefühl beide Füße fest auf dem Boden zu haben, was neben den ganzen elektronischen Helferlein im Hintergrund, auch direkt fühlbare Sicherheit verleiht.

Fazit

Finde ich die neue R Mittelklasse gut, ja das tue ich wirklich, denn sie verbindet Komfort mit den tiefsten Wurzeln des Roadsters Sportlichkeit und Agilität. Das mag ich gerne denn ich fahre weit mehr als nur die Feierabendrunde unter der Woche mit meinem Bike. Ist der Preis für das gebotene ok, ja auch das finde ich, denn die F900R hebt sich doch ein ganzes Stück von der Konkurrenz in diesem Segment nach oben hin ab, auch wenn der Motor in China gefertigt wird und das bei dem Einen oder Anderen wohl ein gedankliches Problem zu sein scheint. Die Qualität stimmt jedenfalls und die BMW leistet sich wirklich keine Fehler, außer dem vielleicht zu klein geratenen Standardlenker. In diesem Sinne Make Life a Ride wie es so schön bei BMW heißt setzt euch drauf und erfahrt die neue F900R selbst einmal. Genießt ihren Schwung, erlebt ihren Twin und bildet euch euer eigenes Bild von diesem tollen Motorrad.

 

BMW F900 R the Roadstereffect…

Intro

Roadster a motorcycle genre that has always given me a lot of pleasure. Mostly like a scrambler also not quite as high and very agile, they serve mainly the pure driving pleasure and less the long travel comfort. BMW has now taken up the F-class and with the new F900R also tries to integrate the last-mentioned point into the principle R. After several years of development, BMW has thus taken its own mid-size class to a new evolutionary level. The new F900R shines with a sportier look and a wider range of use, although it remains what it is, a real roadster.

BMW F 900 R

The F900R is after the more tour-oriented XR the second machine with the new drilled out in-line twin of the small GS on board. Also, here 105HP (also a version reduced to 95HP for throttling down to 48HP is available) power is generated at 8500 rpm, as well as 92Nm torque which is available from 6500 rpm. This ensures that the twin hangs cleanly on the gas tap and develops an excellent propulsion in this class. A propulsion that despite the offset of the crankpins comes out of the low and middle speed range in a nice and uniform way and makes everything controllable what happens underneath you. As soon as you get up, you notice the sporty and forward oriented seating position, which combined with a clean knee contact to the tank and a relaxed knee angle gives you a very good feeling. Only the handlebars could be wider in my opinion. But BMW already knows this and therefore offers the appropriate higher and wider handlebars as accessories for this model.

At the start of the test round in Almeria, it is clear that BMW has completely redefined the topic of comfort. Optional grip heating, optional electronically adjustable ESA rear, various seat cushions with heights from 770 to 865mm, adjustable hand levers left and right, optional LED headlights with adaptive cornering light, ABS, ASC and two riding modes. These can also be made even tougher on the R and, as with the XR sister, the DTC is then added instead of the simple ASC, instead of ABS the ABS-Pro (cornering ABS), the dynamic brake control DBC, the torque control MSR and the two riding modes Dynamic and Dynamic Pro. The all-round package naturally also significantly changes the price of the machine, which in Germany starts at around 8,800 Euros as standard and with all four packages plus various add-on parts ends up at 12,100 Euros. In any case, the joy of driving is included free of charge from the very beginning, because after the city and the motorway, it’s off to the mountains and this is where the little roadster really shows what it can do. Even with the narrow handlebars it is handy and nimble like the proverbial weasel. The chassis is stabil and the non-adjustable USD fork simply swallows up joints, dents and cross grooves of the narrow roads. The rear is similar, although the ESA shock absorber allows the rider to choose how hard or soft it should be. Hard or soft is a good keyword here, because while the engine hangs on the throttle in rain mode without stress, it shows a completely different face in road and dynamic mode. Its liveliness is convincing and time and time again the smile under the helmet turns into a cheeky grin.

On the Road

By the way, you can grin when it comes to fuel consumption, as 4,2-4,4 litres per 100 km are good for your wallet and leave you with 13 litres of tank volume on the road. The 6.5-inch TFT colour display in front of the driver also shows all the other important vital signs of the machine, can be operated intuitively using the switches at the ends of the handlebars and, of course, can also be connected to the BMW Connected App. Navigating with a mobile phone is thus child’s play, as is tracking and storing your own data and, of course, communicating with it completely, if you wish. However, communication during our test round was reduced to interesting conversations with each other, the essentials about the bike and the landscape and the obligatory cortado before the route continues to climb. Narrow and mostly winding roads dotted with cliffs and a landscape that takes your breath away, this is Almeria’s hinterland and a paradise for every motorcyclist. Meanwhile the sun is laughing at us and the wild almond trees are already in their bloom as we pass by on this January day. Yes, Euro 5 may still sound, even if the absorbing resonating bodies under the machines unfortunately become more and more unshapely and bigger. But this becomes secondary anyway, because the driving feeling prevails and thanks to the Quickshifter you don’t have to pull the clutch lever and just pull or push the gears. The engine’s cleanly shiftable six-speed box and the shift assistant’s blipper function make it possible and increase concentration on the wildly swaying gears.

While the XR sister is therefore rolling on the Michelin Road 5 GT, the R has been given a Bridgestone version with the S21. It fits her very well, even though we didn’t test absolute limits due to the weather conditions and driving on public roads. In any case, the new F900R looks good in the red/white paint as well as in the other two-colour combinations and its front-end fits perfectly into the BMW roadster family. 211kg must be moved in the end, but always with a secure feeling to have both feet firmly on the ground, which besides all the electronic helpers in the background, also gives directly tangible security.

Conclusion

I like the new R mid-range, yes, I really do, because it combines comfort with the deepest roots of the roadster sportiness and agility. I like that because I ride my bike much more than just the after-work lap during the week. Is the price for what is offered ok, yes I think so, because the F900R is quite a bit different from the competition in this segment, even though the engine is made in China and that seems to be a problem for some people. Anyway, the quality is right, and BMW really doesn’t afford to make any mistakes, except for the standard handlebars, which are perhaps too small. In this sense Make Life a Ride as it is called at BMW, sit down and experience the new F900R for yourself. Enjoy its momentum, experience its twin and form your own picture of this great bike.

Mit den Besten Grüßen #lifeisaride

Torsten Thimm

Bilder made bei Jörg Künstle, Daniel Kraus, BMW und TT_Motorbike_Blog

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